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Die Zeichen der Zeit lassen auch das altehrwürdige Gymnasium
Dionysianum, das in diesem Jahr seinen 350. Geburtstag feiert, nicht unberührt.
Als Resultat der in NRW vorgenommenen Schulzeitverkürzung hat mit Beginn des 2.
Halbjahres des laufenden Schuljahrs die praktische Umsetzung eines unter
Federführung von Erprobungsstufenkoordinatorin Hannelen Stoffers erarbeiteten
Modells eines offenen Ganztagsangebots mit entsprechender Übermittagsbetreuung am
Dionysianum begonnen.
Im Erdgeschoss des „alten
Neubaus“ des Dio riecht es lecker. Zur Eröffnung des offenen Ganztagsagebots
servieren Hannelen Stoffers und Maria Rietmann Pasta mit leckerer Nudelsauce
und frischem Gemüse. Als Dessert ist am heutigen Tag ein Stück Kuchen
vorgesehen. Wo sich im letzten Schuljahr noch der Klassenraum einer 10. Klasse
befand, lädt nun modernes Mobiliar in hellen Farben ein zum gemeinsamen Essen
und Trinken. Die schon seit längerer Zeit vorhandene Schulküche ist
zusammengelegt worden dem Unterrichtsraum. Entstanden ist eine perfekt
eingerichtete, kleine Schulmensa. Dies bietet bis zu 65 hungrigen Seelen
gleichzeitig Platz. Die Küche ist nach dem neuesten Stand der Technik eingerichtet
und verfügt neben einer, fast allen gastronomischen Ansprüchen genügenden,
Spülmaschine auch über einen Wärmewagen, von welchem aus jeden Tag die Speisen
ausgegeben werden.
Nach Angaben des
Stellvertretenden Schulleiters Hans Juling haben sich für den ersten Tag der Offenen
Nachmittagsschule am Dio 65 Kinder der Jahrgangsstufen 5 bis 7 angemeldet. Für
die kommenden beiden Tage seien steigende Anmeldezahlen bei der
Übermittagsbetreuung zu verzeichnen. Zielgruppe sind vorrangig Schüler/innen
mit längerem Schulweg. Die in Zusammenarbeit mit dem Jugendfamiliendienst der
Stadt Rheine und der Pädagogin Barbara Hiltenkamp konzipierte und durchgeführte
Übermittagsbetreuung verbindet das (gegen einen geringen Preis wahrnehmbare) Essens-
mit einem freien Betreuungsangebot, in dessen Rahmen die teilnehmenden
Schülerinnen und Schüler in eigens dafür schon zu Beginn des laufenden
Schuljahrs eingerichteten Ruhe-, Spiel- und Arbeitsräumen nicht nur bei der
Erledigung von Hausaufgaben beaufsichtigt, sondern auch zu verschiedenen
lernfördernden Aktivitäten ermuntert werden. So ist gewährleistet, dass
Schülerinnen und Schüler von Montag bis Donnerstag jeweils bis 16 Uhr
verlässlich betreut werden.
Davon, dass die am ersten Tag des
Offenen Ganztagsangebots am Dio gereichten Speisen bei den anwesenden
Schülerinnen und Schülern großen Anklang finden, können sich sich Schulleiter
Herbert Huesmann und sein Stellvertreter Hans Juling persönlich überzeugen. „Das
ist ein Super-Angebot! Das Essen schmeckt lecker und die Atmosphäre ist gut, “
schwärmt Jakob aus der Klasse 6c. Esther und Marcie aus der 5c, die schon im
ersten Halbjahr regelmäßig am Dio zu Mittag aßen, sind froh, „dass alles größer
geworden ist. Jetzt ist es perfekt!“ Auch Mitglieder der Dio-Lehrerschaft bekunden
Interesse, z.B. die Deutsch- und Kunstlehrerin Irmgard Sabelus: „Schule muss
auch nachmittags zugänglich sein – ohne Verpflichtung“, beschreibt sie das am
Dio erfolgreich gestartete Unternehmen Offene Ganztagsschule.
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