Die Erprobungsstufe am Gymnasium Dionysianum

Die Erprobungsstufe wird stärker als die anderen Jahrgangsstufen der Sek. I als pädagogische, didaktische, methodische und formale Einheit verstanden, in der durch entsprechende Konferenzbeschlüsse besondere Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Erfahrungen in dieser Stufe zeigen, dass die Schüler und Schülerinnen eine Entwicklungsphase durchlaufen, in der sich häufig ganz ausgeprägte und fortschreitende Entwicklungsprozesse konstatieren lassen, denen wir angemessen zu begegnen versuchen.

So betrachten wir die erste Hälfte der Jahrgangsstufe 5 als einen besonderen Beobachtungsraum, in dem wir durch pädagogische und inhaltliche Maßnahmen den Anpassungsprozess an ein für viele Schüler unbekanntes, großes System zu erleichtern versuchen. Beispielhaft sind folgende Aspekte zu nennen: intensive Elternarbeit (auch in Kooperation mit der Schulpflegschaft) - inhaltliche Bezüge zur Arbeit der Grundschule in bestimmten Kernfächern (FK Deutsch/ Mathematik/ Englisch) - Erprobungsstufenkonferenzen mit den Grundschullehrern.

Im weiteren Verlauf der zwei Erprobungsstufenjahre praktiziert das Gymnasium Dionysianum eine enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule. Angesichts der lokalen Gegebenheiten werden auch Kontakte zur benachbarten Realschule sowie zu Schulen in Salzbergen unterhalten, um die Durchlässigkeit dieser zwei Jahre für mögliche Rückläufer angemessen zu gestalten.

Bezogen auf die gesamte Erprobungsstufe setzt das Gymnasium Dionysianum im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich ebenfalls Schwerpunkte. Diese von zeitlichen, räumlichen, organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen abhängigen Aktivitäten sind nicht in allen Punkten festgeschrieben, sondern werden z.B. durch das Team der Klassenleitungen bzw. Fachkonferenzen jeweils neu festgesetzt.

Festgeschriebene Aspekte für die Erprobungsstufe sind z.B. folgende:

  1. Die erste Schulwoche der neuen Klassen 5 wird eingeleitet durch drei sog. Einführungstage, in denen die Klassenleitungen ihren Klasse das Schulleben durch verschiedene Aktivitäten vertraut machen.

  2. Im ersten Halbjahr der 5. Klasse hat das Fach Deutsch in Kooperation mit anderen Fächern eine gewisse Leitfunktion.

  3. Ebenfalls im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 ist ein zusätzlicher Wandertag eingeführt worden, der traditionell für einen Theaterbesuch genutzt wird.

  4. Parallel zu diesen Aktivitäten finden schulintern Wettbewerbe (Erzählwettbewerb, Vorlesewettbewerb) bzw. die Vorbereitung auf außerschulische Wettbewerbe (Mathe-Olympiade, Känguru-Wettbewerb) statt.

  5. Institutionell verankert sind auch die Projekttage der Jahrgangsstufe 6.

  6. In Bezug auf das Angebot der Arbeitsgemeinschaften für die Erprobungsstufe ergeben sich von Jahr zu Jahr unterschiedliche Möglichkeiten im musischen, sportlichen und kreativem Bereich.

Weitere entscheidende Schwerpunkte unserer Arbeit im Hinblick auf die Erprobungsstufe liegen in der Öffnung unserer Schule für Neuzugänge und ihre Eltern. Über die in Frage kommenden Grundschulen in Rheine und Salzbergen werden schon zu einem frühen Zeitpunkt Informationspapiere an die Eltern und Schüler der vierten Klassen weitergesandt. Besichtigungstermine der Schule werden mit den interessierten Schülern und Eltern in diesem Zeitraum ebenfalls durchgeführt.

Als weiterer Schritt zur Öffnung unserer Schule dient ein Informationsabend für alle Interessierten kurz vor den Anmeldefristen. In dieser Phase bietet die Schule ferner besondere Beratungstermine an. (Januar/Februar) Um den kommenden Sextanern schon vor den Sommerferien einen Einblick in das für sie neue System zu geben, bildet der sog. „Schnuppernachmittag“ für die neuen Schüler einen letzten Höhepunkt (Juni). An diesem Schnuppernachmittag lernen die Schüler und Schülerinnen ihre kommenden Klassenlehrer/innen und Mitschüler kennen, sie werden durch die Schule geführt und in einzelnen Fachräumen finden Präsentationen statt. Parallel organisiert die Pflegschaft der Erprobungsstufe ein Info-Cafe für interessierte Eltern, um die Elternarbeit der Schule vorzustellen und für Fragen bzgl. der Elternarbeit zur Verfügung zu stehen.